Wellington Erfahrungsbericht
Zwischen Schafen und Kühen, eine Hochburg der Kultur- Wellington
Wellington City- eine Stadt zum verwechseln ähnlich mit dem kalifornischen San Franciso. Nicht nur, dass Wellington eine ähnlich Erdbeben gefährdete Stadt ist. Die ebenso niedrig gehaltenen, wie bunten Häuser im Kolonialstil, der blaue Ozean und der zum Teil diesige Himmel.
Mit seinen nur 360.000 Einwohnern, die im Kern der Stadt und an den grünen Hängen mit Sicht auf Lambton Habour wohnen, kann Wellington Größen technisch jedoch kaum mit seinem kalifornischen Bruder mithalten.
Allerdings kleiden sich die Einwohner Wellingtons schon im neuseeländischen Frühling nach kalifornischen Maßstäben: Sie tragen Shorts, Flips-Flops und luftige Sommerkleider, während die zugereisten Europäer warme Jacken, Schals und Mützen tragen. Die für den Spätwinter sehr milden Temperaturen um die 12 Grad Celsius werden durch den starken Wind nämlich noch um einige Grade gesenkt. „Windy Wellington“ stellt die Spitze zwischen Nord- und Südinsel da und bietet den durchströmenden Winden eine große Angriffsfläche. So bekommt jeder Flugzeugpassagier schon eine eindrucksvolle Kostprobe dieses Windes, sobald der Pilot zum Landeanflug ansetzt. Da rutscht jedem noch so hartgesottenen Vielflieger für einen kurzen Moment das Herz in die Hose.
Abgesehen von der häufig eher unsanften Landung, ist Wellington aber ganz und gar nicht gefährlich. Die Menschen sind ausgesprochen offen, freundlich und sehr hilfsbereit. Da wird man von der zuständigen Bankangestellten ganz selbstverständlich auf die Happy Hours in hiesigen Studentenbars hingewiesen und über die Bierpreise aufgeklärt. Seriöse Businessmen erklären hilflos aussehenden Touris ungefragt den Weg zur nächsten Attraktion, da ist es an sich schon schade, dass Neuseeland nur niedliche 4,1 Millionen Menschen bewohnen. Ein Leben zwischen Millionen Schafen, Kühen, Pferden und Opossums muss allerdings auch eine entspannte Stimmung hervorrufen. So durchquert man einsame Landstriche und maßenhaft Kuhdörfer bevor die bunte Großstadt Wellington aus dem Nichts auftaucht. Hier befindet sich der politische und kulturelle Nabel Neuseelands: Kunst & Kultur in der City Gallery und im Te Papa Museum, die unglaublicherweise für alle Besucher kostenlos sind, Politik und Banken Rund um den Lambton Quay.
Spätestens seit dem Erfolg der „Herr der Ringe“- Triologie ist die Stadt auch eine nennenswerte Filmgröße und so wurde das beschauliche Wellington liebevoll in „Wellywood“ umgetauft. In der Stadt und der näheren Umgebung finden sich viele Filmschauplätze, die auf eigene Faust oder mit einem Guide besichtigt werden können. Auf der Cuba Street und dem Courtenay Place befinden sich zahlreiche Kneipen, die mit gutem Bier und live Musik die Besucher in ihre Hallen locken. In dieser hippen, coolen und alternativen Gegend, die durch die vielen Touristen eine sehr kosmopolitischen Atmosphäre verliehen bekommt, zahlt man dann auch gerne neun Dollar für ein Glas Bier im Irish Pub.
Wer dann doch lieber den Tag nutzen möchte, der sollte unbedingt in den Botanischen Garten gehen und sich die verschiedenen Pflanzen im Frühjahr und Sommer ansehen. Und wenn das auch keinen Anklang finden sollte, dann hat Wellington noch zig andere Dinge zu bieten, mit denen man ganze Tag verbringen könnte. Sei es Wassersport, ausgedehnte Spaziergänge oder Shoppingtouren, in jedem Fall ist die neuseeländische Hauptstadt ihren Besuch wert.
Kim N.

Zulassungen
Wellington
